Persönliche Kolumne ·
Warum mich Zentralamerika heute mehr überzeugt als vor 20 Jahren
Als ich vor rund 20 Jahren nach Costa Rica ging, fragten mich viele: Ist das nicht gefährlich? Die Frage war damals berechtigt. Man musste aufpassen, und vieles war unsicherer als heute.
Am 1. Oktober saß ich in Coburg auf der 9. Zentralamerika-Konferenz der Deutschen Wirtschaft und habe gemerkt, wie sehr sich mein Blick gedreht hat. In Deutschland lese ich jede Woche von Stellenabbau und Werksschließungen. In Zentralamerika sehe ich Länder, die wachsen, investieren und junge, hungrige Fachkräfte haben. Manchmal fühle ich mich dort fast sicherer als hier. Das ist keine Statistik, sondern mein ganz persönlicher Eindruck.
Am meisten berührt hat mich ein Satz von Ingo Kramer: Was wir in Deutschland ein bisschen mehr brauchen, ist Abenteuerlust. Genau das habe ich damals in Costa Rica gelernt. Abenteuerlust heißt nicht Leichtsinn. Es heißt hinzufahren, zuzuhören und sich auf Menschen einzulassen.
Die Menschen, mit denen ich bei Bayer in Zentralamerika gearbeitet habe, waren hervorragend ausgebildet, loyal und unglaublich motiviert. Das ist bis heute mein stärkstes Argument für die Region.
Die Fakten, Firmenbeispiele und fünf praktischen Tipps von der Konferenz habe ich in einem ausführlichen Bericht zusammengefasst.